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Die Kieferhöhle ist ein Hohlraum im Oberkieferknochen und reicht von der Wurzel des ersten Prämolaren bis zum zweiten Backenzahn. Ein Epithelgewebe überzieht die Innenseite der Kieferhöhle (Schneider-Membran), welches für die Produktion von schleim zuständig ist. Der Schleim dringt durch den Sinus und trägt dazu bei, den oberen Nasengang zu befeuchten und schützen.

Wenn die hinteren Zähne vom Oberkiefer entfernt werden, sinkt der Sinusboden progressiv aufgrund einer Knochenresorption, welche wiederum durch Zahnlosigkeit und Ausbleiben der Kaukraft hervorgerufen wird. Bei Senioren verschlimmert sich die Situation wegen einer physiologischen Ausdehnung der Kieferhöhle (Pneumatisierung), die zu einer weiteren Verdünnung des Kieferknochens führt.

Sinuslift Sinusbodenelevation Augmentation Direkter Transkrestaler Knochentransplantation Studio Bianconi Zahnarzt Bolzano
Die Kieferhöhle ist eine Höhle die sich im Schädel befindet und ist dazu da, die inhalierte Luft zu befeuchten.

Der Sinuslift besteht aus mehreren chirurgischen Techniken mit denen Knochenmaterial eingepflanzt wird, um die senkrechte Kieferknochendichte aufzubauen und somit die Einbringung und Stabilisierung von Implantaten zu ermöglichen.

Je nach gegebener vertikalen Kieferknochenhöhe sind zwei verschiedene Eingriffe möglich:

 

  • Externer oder seitlicher Sinuslift: Diese chirurgische Technik wird bei einer Knochenhöhe die weniger als 4-5 Millimeter beträgt, eingesetzt. Der Eingriff beginnt indem das Zahnfleisch eigeschnitten, der Knochen durchbohrt wird und somit ein Freiraum auf der äußeren Seite der Kieferhöhlenwand zustande kommt. Die Kieferhöhlenmembrane wird vorsichtig in den Hohlraum gepresst, damit ausreichend Raum für die Transplantation ist. Nachdem der Knochenspan positioniert ist, wird die Öffnung durch eine resorbierbare Membrane geschützt. Das Zahnfleisch wird dann vernäht und das Operationsgebiet geschlossen. Die Einheilzeit des Transplantats dauert von 6 bis 9 Monaten, nach denen die Implantate verspätet eingefügt werden können.
  • Interner oder krestaler Sinuslift: In diesem Vorgang verschafft man sich den Zugang durch die untere Seite des Sinus, d.h. von der Stelle an der die Wurzel des entfernten Zahnes war. Dieses Verfahren wird dem externen vorgezogen, wenn eine Kieferkammresthöhe von über 5-6 Millimeter vorhanden ist, oder wenn nur ein Zahn in vom hinteren Oberkiefer fehlt (der Zugang wäre im Falle eines externen Sinuslifts durch die Wurzeln der angrenzenden Zähne versperrt). Der chirurgische Eingriff beginnt mit der Freilegung der zahnlosen Kieferzone; dann wird mithilfe von Fräsern mit progressiv wachsendem Durchmesser eine Öffnung geschaffen. Nachdem der Sinusboden durchgebohrt wird, kann man mit der Einfügung der Knochentransplantation vorgehen; die elastischen Eigenschaften der Schneider-Membran sorgen dafür, dass die Knochentransplantation zusammengedrückt und in Position bleibt. Die Hinzufügung des Knochenspans wird wiederholt, bis die Knochenhöhe verbessert und somit ein stabiles Implantatbett geschaffen wird.

Die krestale Sinuslift-Technik hat einige Vorteile im Vergleich zum externen Sinuslift:

  • In einer einzigen Sitzung werden die Implantate eingefügt und die Sinusbodenelevation durchgeführt;
  • Die Eingriffe beschränken sich auf eine einzige Sitzung;
  • Die postoperative Schwellung sowie die Heilungszeit sind verringert, folglich auch die Wartezeit des Einbaus der Krone;

Robert Summers begann 1984 mit der Durchführung des krestalen Vorgangs, 1995 entwarf Ferdinando Cosci als erster eine besondere Art von Fräsern, die den Schneider-Membran nicht beschädigen, welche den krestalen Zugang sehr erleichtern und vereinfachen.

Die Praxis des Dr. Bianconi, stets durch größte Aufmerksamkeit gegenüber technologischer und wissenschaftlicher Innovation ausgezeichnet, hat Coscis Technik übernommen, sobald sie eingeführt wurde. 2009 hat „Quintessenza Internazionale“ einen Artikel von Dr. Bianconi veröffentlicht: „Sinuselevation mit krestaler Technik: Retrospektive Analyse mit elfjährigem follow-up von 135 Patienten“ (Rialzo del seno con approccio crestale: analisi retrospettiva con 11 anni di follow-up su 135 pazienti), in welchem die detaillierten Ergebnisse dieser Technik ab 1996 analysiert werden.

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