
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Implantate nach einer Zahnextraktion einzufügen:
– Sofortig
– Verzögert
– Verspätet

Sofortimplantate sind vor allem im vorderen Bereich des Oberkiefers (Schneide- und Eckzähne) vorteilhafter, da hier die Knochenresorption sehr schnell verläuft und eine verspätete Einfügung des Implantats den ganzen Eingriff beeinträchtigen könnte, was wiederum zu ästhetischen Schäden führen würde. Überdies stellt die spontane Blutung unmittelbar nach Zahnextraktion die stärkste Entzündungsreaktion dar, die Vernarbung und Heilung von Zahnfleisch und Knochengewebe fördert.
Eine mittelfristige oder verzögerte Einfügung empfiehlt sich hingegen bei Backenzähnen, da diese mehrfache Wurzeln aufweisen und durch die Extraktion einen gröβeren Knochendefekt verursachen. Aus diesem Grund ist eine spontane Verheilung oder ein Eingriff zur Erhaltung des Zahnfaches („socket-preservation“) erforderlich, bevor das Implantat positioniert wird.
Auch im Falle von akuten oder chronischen Infektionen wie Akzesse, Granulombildungen oder Parodontitis ist es nicht ratsam ein Sofortimplantat durchzuführen, weil in der Regel die biologischen Voraussetzungen nicht gegeben sind und es besser ist, abzuwarten bis sich die Bedingungen verbessern.
