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Zahnimplantate sind chirurgische Geräte die als künstliche Wurzel dienen um Zahnprothesen einfügen zu können, damit Kaufunktion und Ästhetik rehabilitiert werden, nachdem Zähne entfernt wurden oder verloren gegangen sind. Auf Implantate werden einzelne Kronenprothesen, Brücken oder ganze Zahnkränze gestützt.

Seit jeher ist Titan das meistbenutzte Material zur Herstellung von Implantaten und seit jüngster Vergangenheit auch von einer besonderen Verarbeitung des Tantals (siehe Trabecular Metal). Beide Materialien sind völlig biokompatibel, ungiftig und gegen Kaukraft widerstandsfähig.

Wie schon einleitend erklärt wurde, sind alle modernen Implantate durch eine Mikrorauheit der Oberfläche ausgezeichnet, die anhand von Methoden wie z.B. TPS (Plasma Spray), Überzüge aus Hydroxyapatit und Laserbehandlungen erzielt wird. Die Voraussetzungen dieser innovativen Morphologie sind die Vergröβerung der Berührungsoberfläche und eine bessere Anregung der Knochenanlagerung.

Die Hauptvariablen sind von Durchmesser und Länge des Implantats gegeben. Implantate werden je nach vorhandener Knochenmenge, vertikale und horizontale Knochenhöhe ausgewählt.

Die Beschaffenheit des Kiefers des Patienten ist in der Wahl des Eingriffes ausschlaggebend:

Trabecular MetalTM

Implantologie Implantat Trabecular Metal Tantal Osseointegration Studio Bianconi Zahnarzt Bozen
Implantat mit Trabekel-Struktur aus Tantalum, die die Osseointegration fördert.

Trabecuar MetalTM stellt den neuesten Stand der Technik im Bereich der Implantologie dar.
Dieses Implantat besteht aus gewindeschraubenförmigen Extremitäten aus Titan und einem Mittelkörper aus Tantal, welcher eine poröse trabekuläre Struktur aufweist, vergleichbar mit einem spongiösem Knochen.
Diese besondere Struktur fördert nicht nur die Osseointegration, sondern auch den Knocheneinbau (Bildung des Knochens innerhalb eines Implantats) und gewährleistet somit eine bessere Stabilität des Implantats.

Trabecular MetalTM empfiehlt sich vor allem dort, wo ein Mangel an Knochenmenge oder –Qualität gegeben ist, oder die Stabilität des Implantats beeinträchtigt sein könnte.

Vor allem ist es ratsam dieses Material am Oberkieferknochen anzuwenden, bei Sinuslifting und in Verbindung mit Knochentransplantationen. Die Erfolgsrate der Anwendung des Trabecular MetalTM ist mit der der normalen Implantats-Techniken vergleichbar, auch in Extremfällen.

Vorteile der Trabecular MetalTM Technologie:

  1. Schnellere Knochenintegration
  2. Verringerung der Wartezeit für die Einsetzung der Prothesen
  3. Eine einzige Sitzung genügt wenn eine Knochentransplantation benötigt wird
  4. Maximale Wirksamkeit auch in ernsthaft beeinträchtigten Zonen

Schraubenimplantat

Diese sind die am meisten verbreiteten Implantate, die Morphologie sieht der der üblichen Schrauben sehr ähnlich. Sie gewährleisten schon ab Positionierung des Implantats eine bessere Stabilität (Primarstabilität).

Implantologie Implantat Schraubenimplantate pöros oberflächige Rauheit Titan Osseointegration Hydroxylapatit Studio Bianconi Zahnarzt Bozen
Schraubenimplantate. Die oberflächige Rauheit ist leicht erkennbar.

Der wichtigste Parameter ist hierzu der Abstand zwischen den Windungen; dieser ändert sich je nach Beschaffenheit des Knochens, in welchen das Implantat eingefügt werden muss: Für das Oberkiefer, das hauptsächlich aus spongiösem Gewebe besteht, muss der Abstand zwischen den Windungen gröβer sein. Beim Unterkiefer ist der Knochen hingegen kompakter (kortikal) und deshalb ist es angebrachter, wenn der Abstand kleiner ist.

Eine weitere Eigenschaft ist die Anzahl der Windungen, wenn sie gröβer ist, wird die Stabilitätsfähigkeit im Knochen erhöht; deshalb ist bei besonders porösen Geweben ein Implantat mit zahlreichen Windungen ratsam.

Die Implantate können transmukos oder verdeckt sein; die transmukosale Prothesenbefestigung ragt aus dem Zahnfleisch und ist schon für die Positionierung der Zahnprothese bereit. Aus diesem Grund werden transmukosale Implantate besonders bei Sofortimplantaten und Flapless-Techniken angewandt. Die verdeckten Implantate bleiben durch das Weichgewebe verborgen bis die Einheilung vollständig ist, woraufhin die Montage der Zahnprothese erfolgt.

Zylindrische Implantate

Werden heutzutage benutzt weil sie sich durch ihre einfache Druckeinführung auszeichnen, benötigen deshalb weniger Fräser zur Vorbereitung des Operationsgebiets, können in Zonen eingefügt werden die einen ausgeprägten Knochenschwund aufweisen und sind für die Knochenintegration von groβem Vorteil, da ihre Oberfläche vollständig von Hydroxyapatit überzogen ist.

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